Aktuelles/News

Neue Informationen und Bilder zum Thema: „Asiatische Hornisse“ sind im folgenden Link hinterlegt:

Asiatische Hornisse

(E.E.28.4.2017)

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Zur Kenntnisnahme mit Bitte um Beteiligung (E.E.5.2.2017)

Gerhard Maaßen <gerhard.maaszen@freenet.de> schrieb am 17:15 Samstag, 4.Februar 2017:

Hallo zusammen,

zur Info und Rückmeldung an Herrn Müller

Viele Grüße

Gerhard Maaßen

From: m

Sent: Friday, February 3, 2017 8:44 AM

To: Gerhard Maaßen

Subject: Völkerverluste

Hallo Gerd

Bitte um Weiterleitung an die Vereine.

Verehrte Imker im KIV Aachen. Aus verschiedenen Vereinen erreichen mich derzeit Meldungen über zum Teil dramatische Völkerverluste.

Um mir ein Bild zu verschaffen möchte ich Sie bitten, mir mitzuteilen, ob auch Sie unter solchen Verlusten leiden. Wichtig in diesem Zusammenhang wären Informationen über die von Ihnen durchgeführten Behandlungen und ggfls auch, ob Sie den Milbenfall überprüft haben.

Mir selbst ist ein kompletter Stand mit 9Völkern gestorben. bei den anderen Ständen ist jeweils nur ein Volk betroffen, davon eins weil die Maus doch reingekommen ist.

Von daher halte ich die stereotype Antwort der Wissenschaftler, die Alles immer auf die Varroa schieben wollen für fraglich. Einige der Verlustmeldungen stammen nämlich von jungen , sehr engagierten Imkern, die sowohl die Behandlungen, als auch die Milbbenzählung sehr gewissenhaft durchführen und deren Milbenfall mit einem Volksverlust nur schwer in Einklang zu bringen ist.

Selbstverständlich werden die Informationen vertraulich behandelt

mit imkerlichen Grüßen

Michael Müller, Obmann für Bienengesundheit

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Hier ein paar Infos zum Thema gestreckte Mittelwände. (E.E.20.09.2016)

An alle Imker
Es ist mir bewußt, daß die Beschäftigung mit Bienen nicht nur sehr viel
Freude macht, sondern Zeit und manchmal auch Geld kostet.
Aus letztem Grund hier ein Hinweis
Die meisten Imker brauchen regelmäßig neue Mittelwände. Bitte achten Sie
beim Kauf auf gute Qualität. Für den Laien ist es nicht offensichtlich,
aber im Bereich der Imkerei tummeln sich eine Menge Firmen auch aus dem
Ausland, die es mit der Einhaltung rechtlicher Vorschriften nicht so
genau nehmen. Nachdem nun vor einigen Jahren chinesische Mittelwände am
Markt waren, die zu einem großen Teil aus Paraffin statt Wachs
bestanden, scheint aktuell wieder eine ähnliche Problematik
aufzutauchen.Es sind Mittelwände im Umlauf, die von den Bienen nicht
oder nur sehr ungern angenommen werden. Im Versuch nahmen sie bei
nebeneinander liegenden eigenen und gekauften Waben ausschließlich die
eigenen an und vermieden die gekauften peinlich.
Analysen solcher Mittelwände zeigten dann den nicht vorschriftsmäßigen
Zustand dieser Erzeugnisse.
Bitte achten Sie beim Kauf Ihrer Mittelwände auf Qualität. Fragen Sie
den Verkäufer nach seinen Quellen und eventuell von ihm durchgeführten
Kontrollen. Es gibt verantwortungsbewusste Imkerbedarfsgeschäfte  die
mit entsprechenden Informationen über die von ihnen verkauften Produkte
dienen können, so daß Sie ein gutes Gefühl haben und sicher imkern
können. Bedenken Sie, daß Supersonderangebote einen Grund haben, warum
das Material so billig ist.
Qualität hat ihren Preis, der sollte aber im Zusammenhang mit
Tierhaltung und Lebensmittelproduktion nicht das ausschließliche
Kaufargument sein. Imker sollten die Herstellung eines hochwertigen
Produktes anstreben. Und dazu nutzt man eben auch hochwertige Hilfsmittel.

mit imkerlichen Grüßen
Michael Müller

Obmann für Bienengesundheit des KIV Aachen

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Was ist los mit dem

Bienenwachs?

Seit einigen Wochen kursieren vielfältige Informationen in der Imkerschaft

über mögliche Wachsverfälschungen. Seit Anfang September

gibt es nun erste Analysenergebnisse. Wir befragten dazu Dr. F. Neumann

vom Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt Aulendorf.

Herr Dr. Neumann, was zeigen die aktuellen

Analysen denn?

Berichte über Brutschäden im Zusammenhang

mit Wachsverfälschungen sind nicht

neu. In einem aktuellen Fall verursachte

aber eine ganze Mittelwand-Charge

schwere Brutschäden in einem Bienenbestand.

In den aus diesen Mittelwänden

ausgebauten Waben waren zum Verdeckelungszeitpunkt

bereits über 90 % der Bienenbrut

abgestorben und ausgeräumt. Bei

der Rückstandsanalyse konnten nun neben

hohen Anteilen an Stearin auch verschiedene

bienentoxische Biozide in relevanten

Mengen nachgewiesen werden.

Bleiben wir erst einmal beim gestreckten

Bienenwachs. Wo liegt hier das Problem?

Hier gibt es zwei Aspekte. Erstens ändern

sich natürlich die physikalischen

Eigenschaften des Wabenbaus, wie z. B.

der Schmelzpunkt, im Vergleich zu reinem

Bienenwachs. Damit ändert sich die

Stabilität der Waben bei großer Wärme

oder auch bei sehr niedrigen Temperaturen.

Zweitens erfüllen Beimengungen

von technischen Stoffen wie Paraffin,

Stearin oder weiteren Bienenwachs-Ersatzstoffen

nicht die lebensmittelrechtlichen

Anforderungen, die an die Waben

als „Honigverpackung“ gestellt werden

müssen.

Wieso wird Bienenwachs überhaupt verfälscht?

Wie hoch schätzen Sie den Anteil

an verfälschtem Wachs?

Nun, das begrenzte Aufkommen von reinem

Bienenwachs am Weltmarkt verführt

dazu, durch Zumischen von billigerem

technischen Wachs die Produktionskosten

zu senken. Hinzu kommt, dass die Bienen

in relativ hohem Maße Abweichungen

vom reinen Bienenwachs tolerieren und

sogar, wenn auch nur widerwillig, reine

Kunststoffwaben besiedeln.

Aufgrund der heterogenen Wachsquellen

am Markt ist es schwer, den Anteil

an Verunreinigungen abzuschätzen – die

Frage steht aber nun berechtigterweise

im Raum.

Das zweite Problem sind die gefundenen

Biozide? Ich nehme an, dass vor allem diese

die Brutschäden verursachten?

Davon ist beim derzeitigen Wissensstand

auszugehen. Welche der nachgewiesenen

Stoffe die Schadwirkungen

verursachen oder ob es die Summe der

verschiedenen Stoffe in Kombination

ist, bedarf noch der genauen Klärung.

Konnte man die Substanzen schon möglichen

Quellen zuordnen?

Nach den Kontaminationsquellen, also

nach der Frage, wann und wo die verschiedenen

Einträge in das verarbeitete Bienenwachs

gelangen konnten, wird derzeit

noch intensiv gesucht. Problematisch ist,

dass bisher Vorschriften zur Herkunftsbezeichnung

der am Markt gehandelten Bienenwachsangebote

und damit mögliche

Auswahlkriterien für Imker völlig fehlen.

Zugleich ist damit eine Nachverfolgbarkeit

bei Bienenschäden wie in diesen Fällen

nur schwer oder gar nicht möglich.

Was raten Sie uns Imkern jetzt?

Auf der sicheren Seite ist, wer nur selbst

gewonnenes Wachs und selbst hergestellte

Mittelwände wieder in die Völker

einbringt. Wer umarbeiten lässt, erreicht

mit einem Wachs verarbeitenden

Betrieb seines Vertrauens sicher eine sehr

hohe Sicherheitsstufe. Für zusätzlichen

Wachsbedarf sollte man keine Billigangebote

wählen, sondern auf gesicherte Herkunftsangaben

mit Zertifikaten achten.

Insgesamt sollten wir auf breiter Front

diskutieren, welche Anforderungen wir

eigentlich an das Bienenwachs in punkto

Bienengesundheit und Lebensmittelsicherheit

stellen.

Vielen Dank für diese ersten Informationen

– ich denke, dass uns die Problematik

weiterhin beschäftigen wird.

Dr. Jürgen Schwenkel

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Sehr geehrte Frau Holzum,

in Bayern wird über eine polizeiliche Anzeigenerstattung versucht, den oder die Täter zu ermitteln.

Nachstehend ein Aufruf, der in Bayern verteilt wurde:

An alle Imker

In letzter Zeit sind verstärkt Klagen über zusammengeschrumpfte, zusammengebrochene jung

ausgebaute Waben, vor allem im Honigraum, gemeldet worden.

Nachdem auch ich betroffen war, habe ich solche Proben an das Labor geschickt und heute eine

vernichtende Auskunft erhalten:

Mir wurde offiziell bestätigt, dass es sich bei diesen Wachsproben um 100% Fälschungen von Bienenwachs handelt, es ist

reines eingefärbtes Paraffin ! (ohne eine Spur Bienenwachs)

Nachdem ich heute mit rechtlichen, strafprozess- und privatrechtlichen Dingen mich

herumgeschlagen habe formuliere ich folgende Aufforderung an alle Imker mit der Bitte um

Weitergabe:

Wenn Sie in Ihrem Wachs solche geschilderten Fälle entdecken, bitte auf keinen Fall die Waben in den

Wachskreislauf einmünden lassen, bitte auf jeden Fall Deckelwachs und Altwabenwachs getrennt

schmelzen und abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt. Wir müssen alle vermeiden, dass

dieses 100% Paraffin in unsere Mittelwände eingemischt wird.

Wir alle sind dafür verantwortlich, dass unser Wachs , egal von welchem Produzenten, ohne

Paraffinbeimischungen über den Ladentisch geht.

Helfen Sie alle mit, den Wachskreislauf wieder sauber zu bekommen.

Eine vorsätzliche Beimischung von Paraffin durch einen unserer Imker sollte jedenfalls niemandem

vorgeworfen werden können.

Ich werde heute noch Strafantrag stellen.

Auch die Fachinstitute sind informiert sowie unser Präsidium und Untergliederungen im

Landesverband, LWG und unser Rechtsberater.

Wer von dieser Situation betroffen ist , kann mir gerne Bescheid geben, evtl ist es auch für die

polizeilichen Ermittlungen von großem Nutzen.

Ich bitte Sie dazu ausschließlich folgende Mailadresse zu verwenden:

wachsproblem@online.de

Bitte hierfür den Namen des Fachhändlers, die gekaufte Menge und das ca Datum des Kaufs

mitteilen. Dazu natürlich genaue Absenderadresse

ich bitte derzeit von weiteren Rückfragen abzusehen, da das die Ermittlungen stört.

Wer selbst noch was dazu beitragen kann, bitte immer unter dieser Mailadresse schicken,

Danke für die Mithilfe !

Sollten Sie diese Mitteilung doppelt bekommen, bitte ich dies zu entschuldigen. (liegt an meinen

Verteilern)

Anhängend noch ein Hinweis aus einer ähnlichen Situation in der Schweiz:

http://www.mellifera.ch/cms/news/paraffin-mittelwand-bienenwachs

Norbert Hauer

  1. Vorsitzender Kreisverband Imker Ansbach des LVBI
  2. Vorsitzender Bezirksverband Mittelfranken
  3. Vorsitzender Bienenzüchterverein Ansbach u.Umgebung e.V.

Bayreuther Str.14

91595 Burgoberbach

Mail: norbert@hauer.com

Tel.: 09805/932634

mobil: 0177/2695486

Sehr geehrte Frau Holzum, wir sollten zunächst abwarten, ob die Ermittlungen etwas ergeben.

Hinsichtlich Ihrer mitgeteilten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit ist uns noch nichts

bekannt. Allerdings bestehen ja bei Verwendung solch gefälschten „Bienenwachses“ möglicherweise

Probleme für die Bienen und es kann vermutlich auch ein geernteter Honig nicht vermarktet werden.

Mit freundlichen Grüßen

DEUTSCHER IMKERBUND e.V.

Peter Maske

Präsident

Von: Heike Holzum via Deutscher Imkerbund e. V. [mailto:WebPresenter@MME-Internettechnik.de]

Gesendet: Montag, 22. August 2016 10:04 An: deutscherimkerbund@t-online.de Betreff:

[Kontaktanfrage]

Von: Heike Holzum (h-g.holz@web.de)Name: Heike Holzum Straße: Kirchhellenerstr. 48 PLZ, Ort: 46514 Schermbec

Anliegen: Sehr geehrter Herr Maske, ich verfolge aktuell im Internet die Erfahrungsberichte mit

scheinbar gepanschtem Bienenwachs. Auch ich habe bereits seit Jahren schlechte Erfahrungen mit

dem Kauf von Mittelwänden, bzw. Pastillen aus Bienenwachs gemacht. Bei den verschiedensten

Lieferanten. Die MW, bzw. Pastillen hatten einen sehr unangenehmen „chemischen“ Geruch, waren

auch bei niedrigen Temperaturen sehr viel geschmeidiger als reines Bienenwachs es sein könnte,

wurden von den Bienen teilweise nicht angerührt. Die Verarbeitung der Pastillen zu Kerzen löste bei

mir starken Kopfschmerz aus. Die Reaktion der Händler auf meine Beschwerden werden regelmäßig

abgetan mit „Sie sind zu empfindlich“ bzw. „Mit dem Wachs ist alles in Ordnung, wir können keinen

Fremdgeruch wahrnehmen.“ Ich fühle mich verschaukelt. Da dieses Problem nicht mur mich betrifft,

frage ich Sie, ob und wie der DIB auf dieses Problem reagieren wird. Sind Untersuchungen

vorgesehen? Untersuchungen hinsichtlich der Gesundheitsgefahr für Menschen (Kopfschmerz durch

Bienenwachskerzen? Gehen irgendwelche Stoffe aus dem Wachs in den Honig über?), bzw. der

Gesundheit der Bienen? (Brutschäden durch unreines Bienenwachs?) Wird diese Problematik durch

die Verbände, bzw. Vereine an die Mitglieder weitergegeben? Wo sollen die Imker, die keinen

eigenen Wachskreislauf haben, in Zukunft reines Bienenwachs kaufen können? Mit freundlichen

Grüßen, Heike Holzum

(E.E.20.09.2016)

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Liebe Imkerinnen und Imker, unter dem unten stehenden Link „Faulbrutbezirke“ könnt ihr einsehen, dass auch in Aachen-Brand ein Sperrbezirk eingerichtet wurde. Klickt links auf Tierseuchen, dann auf Faulbrut und dann findet ihr unten rechts sowohl die Lagebeschreibung des Bezirks (Amtsblatt) wie auch eine dazugehörige Karte. Diese Infos hat uns freundlicherweise unser Mitglied Bernd Mommertz gestern auf der Monatsversammlung August zur Verfügung gestellt. (E.E.3.8.2016)

Faulbrutbezirke

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Mit Bitte um Kenntnisnahme (12.7.2016 E.E.)

Von: Labor.Dr.Weyers@gmx.de [mailto:labor.dr.weyers@gmx.de]
Gesendet: Mittwoch, 29. Juni 2016 10:55
Betreff: Neuer Fall von amerik. Faulbrut

Liebe Imkerkollegen im BZV Würselen,

die Faulbrut greift offenbar um sich. Nun hat es auch den Nachbarkreis erwischt. Unser aufmerksamer Kollege Jörg Peters hat die Nachricht gefunden.

Mit allen Wanderungen sollte man auch bei Einhaltung aller Vorschriften sehr zurückhaltend sein. Gesundheit und Vitalität der Völker sollten stets sehr sorgfältig beobachtet werden. Bei Auffälligkeiten sollten sofort unsere BSV (Guido Schmidt, Sabine Ommerborn) mit einbezogen werden.

Bitte anklicken: http://www.kreis-dueren.de/aktuelles/index.php?pm=%2Faktuelles%2Fpresse%2Fbauen%2F155010100000043516.php

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Bitte weiterleiten an die Imker im Verein und KIV Aachen.

Ich wende mich aus gegebenem Anlaß an alle Imker. Das Wetter spielt uns
seit einiger Zeit übel mit. Eigentlich sollte man in dieser Jahreszeit
die nächste Schleuderung planen können. Leider kann es je nach Standort
zu Engpässen bei der Futterversorgung kommen.

Heute habe ich ein Volk eines Imkerkollegen untersucht und in den Zellen
steckende tote Bienen gefunden. Das Volk ist vollständig verhungert.

Ich bitte daher, die Situation in den Völkern genau im Auge zu behalten,
um solcher Enttäuschung vorzubeugen.

Ich wünsche uns allen gutes Wetter

Michael Müller
Obmann für Bienengesundheit

(E.E.27.6.2016)
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Mit Bitte zur Kenntnisnahme und Beachtung (E.E.21.2.16)
Amerikanische Faulbrut in der Städteregion Aachen
(2015 / 2016)
Situation:
Im Herbst 2015 wird in Brand (Aachen) eine positive Futterkranzprobe gezogen. Dieser Stand hat im Laufe des Jahres von einem Imker aus Walheim (Aachen) Jungvölker bezogen. Im Dez. 2015 wird dann nachgewiesen, dass der genannte Stand in Walheim ebenfalls einen positiven Sporenbefall zeigt. Die Nachbarstände und der Vereinsvorsitzende werden informiert. Noch vor Weihnachten zieht die Kreisveterinärin zusammen mit dem örtlichen Bienen-Sachverständigen von allen Völkern des Standes Proben.
Dabei gibt es mehrere Völker mit Befalls-Stufe 1 und mehrere Völker mit Stufe 2. Für die letzteren wird die Sanierung durch Kunstschwarmbildung angeordnet. Eine Wabe wird eingeschickt. Bei diesem Volk wird die Abtötung angeordnet. Anfang Februar wird ein Sperrbezirk im Umkreis von 1 km eingerichtet.
Die Suche nach den Ursachen hat schon vorher begonnen: Es stellt sich heraus, dass in Friesenrath (Aachen) 2015 ein Neuimker zwei Völker aufgestellt hat, die in wenigen Monaten eingegangen sind. Der Neuimker (ohne Erfahrung und Vereinszugehörigkeit) berichtet einige Zeit später: „Sie fliegen wieder!“ Tatsache ist: Die beiden Völker sind von Walheim aus ausgeräubert worden. Die beiden Friesenrather Völker stammen von einem Imker aus Huppenbroich (Simmerath). Bei der Überprüfung wird dort im Jan. 2016 ebenfalls eine positive Futterkranzprobe gezogen.
Die positive FK-Probe in Herzogenrath steht auf den ersten Blick nicht im Zusammenhang mit dieser Befallskette. Eine Überprüfung steht noch aus.
Was lernen wir daraus?
Was müssen wir tun?
1. Imkerliche Nachbarn kennen lernen
Es ist wichtig, seine (männlichen und weiblichen) Imker-Nachbarn im Umkreis von drei km (Flugradius der Bienen) zu kennen. Von diesen Nachbarn kommen u.a. die Drohnen, die die eigenen Prinzessinnen begatten. Von diesen Nachbarn können durch Verfliegen oder Räuberei Parasiten und Bienenkrankheiten eingeschleppt werden.
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Besonders von unerfahrenen Imkern geht eine Gefahr aus. Sie können ja nicht wissen, wie gesund ein Volk wirklich ist. Es ist grundsätzlich bedenklich, wenn solche Kollegen/innen keinem Verein beitreten. Sie nutzen dann seltener die Ratschläge und die üblichen Schulungsangebote eines Vereins/Verbandes. Im Verein werden u.a. auch Absprachen getroffen, wann gegen Varroa behandelt werden soll. Das geschieht, um Reinvasionen zu vermeiden. Von den Vereinen werden auch kostenlose Futterkranzproben zur Verfügung gestellt, die einen Faulbrutbefall frühzeitig erkennen lassen.
2. Keine Völker an Neuimker abgeben, die nicht begleitet werden
Es gibt in der Bevölkerung immer mehr Interesse für die Imkerei und für die Bedeutung der Bienen. Das hilft uns auf vielen Ebenen. Aber es gibt zu viele „Halbimker“, die offenbar großes Interesse an den Insekten haben, aber es an fachlicher Betreuung der Völker fehlen lassen. Ohne lückenlose Betreuung durch den Imker sind Bienenvölker aber früher oder später dem Tod geweiht. Diese „Halbimker“ sind eine große Gefahr, wenn sie keine richtige Schwarmverhinderung betreiben, wenn sie sich nur halbherzig an der Varroa-Bekämpfung beteiligen und wenn sie schlimme Stecher-Völker heranziehen. Zudem können hier gefährliche Bienen- Krankheiten um sich greifen.
Deshalb sollte niemand ein Volk abgeben (bezahlt oder unbezahlt), wenn er nicht weiß, wie der Käufer damit umgeht. Jeder Neuimker braucht eine Begleitung über zwei bis drei Bienenjahre, um die Insekten, die Tracht, die Wetterlagen richtig einschätzen zu können. Nur dann kann er auch handwerklich die richtigen Entscheidungen treffen. Neuimker müssen von uns selbst oder von Vertrauenspersonen begleitet werden.
3. Keine Bienen von außerhalb der Städte-Region ohne gültiges Gesundheitszeugnis einführen.
Jeder verantwortungsbewusste Verkäufer von Bienenvölkern wird bereitwillig die Gesundheit seiner Völker durch ein Gesundheitszeugnis dokumentieren. Für Einfuhr aus dem Ausland (B/NL) gelten verschärfte Bedingungen, insbesondere deshalb, weil das dortige Vorkommen von Bienenseuchen nicht immer an Imker und Vereine diesseits der Grenze mitgeteilt wird. Grundsatz: Kann der Verkäufer der Völker kein Gesundheitszeugnis vorlegen, Finger weg! In Anbetracht der gegenwärtigen Situation empfiehlt es sich, diese Regel auch auf solche Völker auszudehnen, die aus der StädteRegion kommen.
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Natürlich gelten die Regeln auch für Imker aus der Städte-Region, die selbst (eigene) Völker über die Kreis- oder Landesgrenze verbringen, dorthin wandern oder ihre Königinnen auf dortige Belegstellen bringen. Alle müssen verantwortlich handeln. Die Bestimmungen sehen für Zuwiderhandlungen empfindliche Bußgelder vor.
4. Bei Auffälligkeiten der Völker fachlichen Rat hinzuziehen
Wer bei der Durchsicht seiner Völker, bei der Fluglochbeobachtung in irgendeiner Form Auffälligkeiten bemerkt und diese nicht sicher deuten oder einordnen kann, ist gut beraten, eine/n Kollegen/in zu Rate zu ziehen. Im Verein und auf Kreisebene gibt es ausreichend viele Bienensachverständige. Nötigenfalls steht auch die Kreisveterinärin für Auskunft und Rat zur Verfügung. Mit gebündeltem Sachverstand kann eine Diagnose gestellt und zu weiterem Vorgehen geraten werden.
Wichtig: Bei der Amerikanischen Faulbrut ist bereits der Verdacht anzeigepflichtig! Zuwiderhandlungen können auch hier geahndet werden.
5. Räuberei mit allen Mitteln vermeiden
Es gibt tatsächlich Imker, die sich freuen, wenn ihre Bienen auch in trachtarmen Zeiten beträchtliche Mengen an Honig eintragen. In einer solchen Situation müssen die Alarmglocken läuten! Es ist ja nicht nur so, dass die Bienen neben dem Honig Krankheiten und Parasiten mitbringen, sondern dass das Räubern eine ganz schlimme Eigenschaft der Bienen ist. Diese Völker werden diese Eigenschaft in ihrem ganzen Leben nicht mehr ablegen. (Sie wären ja auch dumm, wenn sie nicht erkennen würden, dass geräuberter Honig mehr Energie enthält, als wässriger Nektar aus den Blüten). Diese Räuberinnen stürzen sich gnadenlos auch auf schwächere Völker des eigenen Standes und räumen sie bis zum letzten Gramm Honig aus.
„Jeder Räuberei der Bienen geht eine Eselei des Imkers voraus!“ sagt ein Spruch der Altvorderen. Meist hat der Imker ein paar Wachs- oder Honigreste herum liegen lassen. Es gibt ein paar Grundregeln, um das Räubern weitgehend einzuschränken: Bei Gefahr der Räuberei Flugloch bis auf Fingerbreite einengen! In allen Völkern immer gleichzeitig füttern und möglichst gleichzeitig ernten! Zargen bei warmem Wetter nicht zu lange geöffnet lassen! Wabenmaterial nie (oder nur unter besonderen Vorkehrungen) auslecken lassen!
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6. Material von eingegangenen Völkern entseuchen
Der kluge Imker übernimmt nie das Material eines anderen Standes, das nicht vorher mit Natronlauge (3% bei 100 Grad Celsius) entseucht worden ist. Holz und Metall können auch mit dem Brenner desinfiziert werden. Gerade das Material und auch die Geräte von verstorbenen Imkern oder von Imkern, die enttäuscht aufgegeben haben, sind in hohem Maße bedenklich. Denn die Völker haben gegebenenfalls einige Jahre vor sich hin gesiecht. Solche schwächelnden Völker verlieren ihre natürliche Immunkraft, so dass sich Krankheitskeime, Pilze und Parasiten ungestört ausbreiten können.
In vielen Fällen, z.B. bei angefaulten Zargen, bei Uralt-Rähmchen (die schon ins Violette übergehen), bei siffigen Böden oder Deckeln gibt es nur eine Entscheidung: Die Fahrt zur Verbrennungsanlage. Aber Vorsicht: Das Material muss bienensicher in Plastiksäcken eingepackt und diese gut abgeklebt sein. Sonst kommen die Räuberinnen im Umkreis der Verbrennungsanlage und tragen die Keime dort weiter. Man sollte also die Situation einer Imkerei vorher genauestens in Augenschein nehmen, bevor man Beuten oder Rähmchen von dort übernimmt und entseucht.
7. Energisch Wabenhygiene betreiben
Gerade in dunklen Futterkränzen sammeln sich die Erreger. Die dunkle Farbe des Wachses entsteht durch mehrfaches Brüten in den Zellen, weil die Puppen Nymphenhaut, Kot u.a. zurücklassen. Das ist ein idealer Nährboden für alle Infektionen, auch für die Amerikanische Faulbrut. Zudem werden die Zellen nach mehrfachem Gebrauch kleiner, so dass zusätzlich die Gefahr besteht, dass die Bienen kleinwüchsiger geraten.
Es empfiehlt sich, jährlich ein Drittel der Waben auszutauschen, so dass benutzte Waben nie länger als zwei Brutperioden im Stock bleiben. Danach sollten sie eingeschmolzen werden. Auch wenn es Imker gibt, die wenig Zeit und genug Geld haben, wäre es unverantwortlich, die Rähmchen nach zwei Jahren auf den Müll zu werfen. Der Schmelzvorgang unter Dampf desinfiziert die Rähmchen für einen erneuten Gebrauch. Das dabei gewonnene Wachs kann ferner gegen Mittelwände eingetauscht werden.
8. Regelmäßig Futterkranzproben nehmen
Futterkranzproben, die in das „Fachzentrum für Bienen und Imkerei“ (FBI) nach Mayen eingeschickt werden, können frühzeitig auch leichteren Sporenbefall
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(Stufe 1) anzeigen. Über ein Projekt des „Landesverbandes Rheinland“ erhalten die „Kreis-Imker-Verbände“ jährlich ein bestimmtes Kontingent an kostenfreien Futterkranzproben. Diese werden an die Imker-Vereine weiter gereicht. Die Zahl von etwa sechs FKP (Futterkranzproben) im Jahr kann gut genutzt werden, um etwa zehn kleinere Stände (bis sechs Völker) zu beproben.
Ein guter Verein sollte weitere sechs Proben zur Verfügung stellen. Dann könnte ein Verein mit 60 Mitgliedern sicher sein, dass jährlich 20 Stände (oder ein Drittel) seiner Mitglieder geprüft werden. Bei diesem Vorgehen, könnte jeder Imker des Vereins alle drei Jahre eine kostenlose Probe erhalten. Wenn alle Mitglieder sich beteiligen, ist die Chance groß, dass Infektionsherde frühzeitig erkannt werden.
Wolfgang Schoop, BSV
14. Februar 2016
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Liebe Vereinsmittglieder, die Amerikanische Faulbrut steht vor unseren Türen. Gabi Pütz hat uns 2 Links geschickt, mit denen man sich informieren kann, ob der eigene Bienenstand in einem gefährdeten oder schon gesperrten Gebiet steht. Unsere Eifelimker/innen sind davon schon betroffen und unsere belgischen Imker/innen haben sie auf der Türschwelle. Also informiert euch bitte umgehend und haltet die Situation im Auge. (E.E.3.2.16)

Hallo Doris,
hier die Links:
Punkt 5. Gesundheitszustand (meldepflichtige Krankheiten)
Hier sind die Sperrbezirke eingetragen (ziemlich weit unten, in  rot geschrieben: kann man die Gesamtkarte Belgien aufrufen.
Tierseucheninformationsservice in Deutschland , hier sind die amtlichen Sperrbezirke hinterlegt.
Seite ist momentan wg. Serverfehler nicht aufrufbar.
 (Über die EMail funktioniert der Link. Wer ihn also haben will kann Doris anmailen und sie leitet dann Gabis Mail weiter. (E.E.3.2.16)
In der Städteregion Aachen ist seit 18.01.16 ein amtlicher Sperrbezirk.
Im Kreis Euskirchen und in Simmerath sind bei den Futterkranzproben positive Tests gefunden worden, z.Zt. noch kein Sperrbezirk, wird aber kommen, weil die Keimzahlen z.T. sehr hoch sind.
in den Niederlanden,Mergelland ca. 15 km von Vaals war letztes Jahr ein großer Sperrbezirk, Aktuelles hier
Liebe Grüße
Gabi
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Diejenigen, die den Infobrief aus Mayen abonnieren möchten geben folgende Adresse ein:
InfobriefBienen@Imkerei oder nutzen folgenden Link:
Dort kann man auf der ersten Seite den Brief abonnieren. (E.E.3.2.16)
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 Diejenigen, die über die Aktivitäten des Freundeskreises Haus Ternell informiert werden möchten, können sich auf die Verteilerliste setzen lassen. Schreibt eine entsprechende Bitte an: http://info@ternell.be
(E.E.16.2.16)